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Falsche Problemlösungsebene

Die Anstrengungen, ein bestimmtes Problem zu lösen, betreffen nicht die eigentliche Lösungsebene - die Ebene, in der das Problem tatsächlich entstanden ist.

Das ist ein sehr grundlegendes Schema, dass den gegenwärtigen Umgang mit Krankheit ganz allgemein betrifft. (Siehe Kapitel "Reaktionen")

Es ist aber gleichzeitig auch ein spezifisches Krankheitsschema. Wir betrachten das am Beispiel von Übergewicht.

Übergewicht kann viele verschiedene Ursachen haben. Hier geht es jetzt um Übergewicht aufgrund von Essen als Ersatzbefriedigung.

In diesem Fall dient Essen neben der eigentlichen Nahrungsaufnahme auch als Ersatzbefriedigung für anderweitig nicht erreichte Erfüllung. Es ist damit im ganz klassischen Sinne eine Sucht. (Siehe auch entsprechendes Kapitel "Sucht")

Die Lösung würde in diesem Fall darin bestehen, sich den Gefühlen von Unerfülltheit immer wieder zu stellen, anstatt sie mit Essen zu kompensieren - nicht schlagartig komplett, sondern immer mal wieder schrittweise, so wie man individuell dazu in der Lage ist.

Das würde den Lösungsprozess in Gang setzen.

Was aber üblicherweise als Reaktion auf Übergewicht geschieht (egal welche tatsächliche Ursache dahinter steht), sind Diäten und Hungern.

Diäten und Hungern betreffen aber nicht die Ebene der Ersatzbefriedigung, sondern genau die andere Ebene, auf der sich der Körper die notwendigen Nährstoffe holen möchte.

Das hat folgende Konsequenzen:

  1. Die Ebene der Lösungsversuche geht an der Ebene der Lösungsursachen völlig vorbei. Eine Lösung wird auf diese Weise nicht erreicht.
  2. Durch die Lösungsanstrengungen entstehen eine ganze Reihe von neuen Problemen, bis hin zu ernsthaften Erkrankungen.
nächstes Kapitel: Abschreckungstechnik (weltanschaulicher Hintergrund)