Depression

Depression ist eine emotionale Reaktion auf die Idee "Es ist nicht möglich, Erfüllung zu erlangen" oder in anderen Worten "Es ist nicht möglich zu erreichen, was ich gern erreichen möchte". Man kann diese Idee auch als Ohnmacht bezeichnen.

Die Reaktion auf die Idee besteht darin, das Handeln für die eigenen Wünsche einzustellen. Das ist die Abweichung vom natürlichen Verhalten, denn das natürliche Verhalten würde darin bestehen, kraftvoll und zielstrebig für die Erfüllung der eigenen Wünsche zu handeln.

In der Depression ist die Situation folgende:

Depressionen dauern deshalb statisch an, weil die zunehmenden Gefühle blockiert werden. Würden sie zugelassen, würden sich wie bei allen durchlebten Erfahrungen die Lösungen zu zeigen beginnen.

Die dumpfen stetig zunehmenden Gefühle sind meiner Ansicht nach nicht die Verwirklichung der Ohnmachtsidee. Es sind ähnlich wie die Gefühle echter (und nicht eingebildeter) Angst Verhaltens-relevante Gefühle.

Diese Gefühle steigen unerbittlich weiter, solange ein Mensch nicht zu handeln beginnt. Meiner persönlichen Vermutung nach sind die wachsenden dumpfen Gefühle in einer Depression ein destruktiver Ausdruck der Energie, die sich nicht mehr in Handeln äußern kann.

Zum Begriff Verhaltens-relevanter Gefühle:

Gefühle, die mit unangenehmen Erfahrungen einhergehen, sind nicht verhaltens-relevant. Es wird zwar darauf reagiert - in materieller Weltsicht - aber eigentlich wäre Öffnung angesagt, um den Erkenntnisprozess in Gang zu setzen (geistige Weltsicht). Das Verhalten zur Lösung erwächst nicht aus den Gefühlen, sondern aus dem Erkenntnisprozess, der sich aus der Öffnung für die Erfahrung ergibt.

Das ist mit den Gefühlen in der Depression und mit den Gefühlen in echter Angst anders. Diese Gefühle haben die Aufgabe, Verhaltensänderungen unmittelbar herbeizuführen ...

Den vollständigen Text finden Sie im Buch
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